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Für einen nachhaltigen Ausbau unseren Unternehmens ist es unser Ziel mit unseren Mitarbeitern und Partnern folgende Geschäftsordnung zu pflegen. Wir orientieren uns dabei am erfolgreichen Semco System des Unternehmers Ricardo Semler.

Name, Sitz, Zweck und Gegenstand der Unternehmung

Das Unternehmen heißt Lebenshaus Werkstatt  - mit Sitz in Usingen. Zweck der Unternehmung ist es mittels Ihrer Produkte und Dienstleistungen Gewinn zum Aufbau und den Betrieb von Regionalen Transferzentren (Dezentralen Versorgungsräumen) zu erzielen.

Unsere Leitwerte (Philosophie)

Ausreichende statt immer wachsende Umsätze anpeilen. Das Unternehmen orientiert sich in seiner Ausrichtung am Semco System. Das Unternehmen besteht aus erwachsenen gleichberechtigten Menschen, nicht aus Arbeitskräften. Jeder hat das Recht, sich frei zu entfalten und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Es gilt die Hauptregel: "Gebrauche Deinen gesunden Menschenverstand!" Wir sind Mitarbeiter und ein essenzieller Teil des Ganzen. Jeder ist Mit-Wert-Schöpfer/in. Nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Veranstaltungen und Workshops die natürliche Mitwelt-Werte gegenüber den Geschöpfen, der Natur und dem Planeten generieren sind bevorzugt. Niemand wird dazu gezwungen etwas zu entwickeln, was ihn nicht interessiert. Das Unternehmen vertritt eine politisch und konfessionell neutrale Position.

Grobstruktur der Sozialen Werkstatt

Ein innerer Kreis (Leitungskreis) ist die koordinierende Leitung der einzelnen Teamgruppen. Die Leitung sind Gesellschafter, die für eine gewisse Zeit von den Teamleitern gewählt wurden. Die Firmenleitung koordiniert die allgemeine Politik und Strategie der Unternehmung. Sie erwirtschaftet Ihren Lohn aus dem Gewinnanteil der teambezogenen Wirtschaftsräume und verwaltet die Wir-Strukturen.

Ein innerer Kern (Leitungskern) befindet sich im Leitungskreis. Hier arbeiten vor allem Kreative, Tüftler/innen, Ingenieure und Bastler/innen. Sie widmen sich der Aufgabe Produkte, Marketing-Strategien oder Geschäftszweige zu verbessern oder neu zu entwickeln oder dies bei Methoden zur Leistungssteigerung und Einsparung von Kosten zu tun. Sie stehen in enger Verbindung zu den Mitarbeitern des Teamkreises.

Ein zweiter Kreis (Teamkreis) von Gesellschaftern/innen, die die jeweiligen Bereichen des Unternehmens leiten, sind Selbständige Partner - Teamleiter genannt, die durch anteilsbezogene Gewinnwirtschaft aus selbstverwalteten Geschäften sich und Ihr Team entlohnen.

Ein dritter Kreis (Mitarbeiterkreis), sind alle Mitarbeiter/innen, die Lohnvergütung in Anlehnung an den teaminternen bzw. firmeninternen Lohnspiegel erhalten – der Lohn ist individuell und in Absprache modellierbar. Freie Mitarbeiter arbeiten hier ebenso.

Der äußere Kreis (Das Quadrat) ist das „Lebenshaus-Schiff“, das Firmenorgan mit seinem materiellen Inventar und seinem entsprechenden Potenzial. Sie ist die Instanz, die die Geschäfte tätigt. Die Haftung tragen alle im Unternehmen abgestuft nach Ihrem Verantwortung.

 Firmenstruktur Natursprung

Geschäftsleitung

Bevor eine Führungsposition besetzt wird, muss sich der/die Kandidat/in allen, die er/sie leiten soll, in einem Vorstellungsgespräch vorstellen. Daraufhin wird er/sie von ihnen bewertet, akzeptiert oder abgelehnt. Die Leitung trägt keinen Titel. Alle Geschäftsleiter/innen werden alle sechs Monate von den, von ihnen geleiteten Teamleitern/innen anonym bewertet, die resultierenden Noten werden veröffentlicht. Alle Teamgruppen entwickeln Ihre eigenen Geschäftspläne und stehen mit dem Kern der Geschäftsleitung im Aktions-Reaktionsdialog. Bei größeren Firmenvorhaben stimmen alle Mitarbeiter darüber ab. Im inneren Kreis der Geschäftsleitung werden die Wir-Politik und die Wir-Strategien entwickelt und realisiert.

Die Arbeit

Die Arbeit ist ergebnisorientiert nicht zeitorientiert ausgerichtet. Niemand möchte etwas entwickeln, was niemanden interessiert. Die Leistung ergibt sich aus dem persönlichen Interesse des/der Einzelnen der Dienstleistung oder dem Produkt gegenüber. Statt in Fließbandarbeit werden alle Produkte in Gruppenarbeit hergestellt. Für ein arbeitsfreundliches Klima sorgen das Team und sein/e Teamleiter/in gemeinsam. Zweimal im Jahr wird den jeweiligen Arbeitskreisen aufgeräumt. Dazu wird das Unternehmen für einen Tag geschlossen und alle überflüssigen Unterlagen werden entsorgt.

Hilfsarbeiten

Unbeliebte Jobs ohne Aufstiegschancen sind nicht vorhanden. Wer einen Kaffee oder frischen Fruchtsaft haben will, bereitet und holt ihn sich selber und wäscht auch danach das Geschirr ab. Jedes Team hat einen rotierenden Raumpflegeplan. Briefe und Berichte werden selbst getippt, Kopien selbst erstellt und Besucher selbst abgeholt.

Aufgabenräume

  • Die Mitarbeiter/innen des Leitungskreises koordinieren die allgemeinen Richtlinien und Strategien der Mitarbeiterbasis. Hier ist die Marketing- und Handelsabteilung zuhause. Sie werden von den Teamleitern/innen (Kommanditisten/innen) gewählt.
  • Die Teamleiter/innen (Mitgesellschafter/innen) leiten die 9 Abteilungen des Unternehmens in den Bereichen Angebot, Verkauf, Vertrieb und Produktion sowie Montage und Technik. Die Teamleiter bewerten und wählen den Leitungskreis.
  • Die Mitarbeiter setzen die gemeinsam gesetzten Ziele um und bewerten und wählen die Teamleiter (Gesellschafter). Bei großen Firmenentscheidungen wird gemeinsam abgestimmt. Jede/r Mitarbeiter/in einschließlich freie Mitarbeiter/innen egal ob im Leitungskreis, im Teamkreis oder Mitarbeiterkreis besitzt eine Stimme. Die Mehrheit entscheidet.

Durch gemeinsame Beschlüsse im Teamkreis werden Teamprojekte in Anlehnung an die Geschäftsphilosophie geöffnet oder geschlossen. Die Projekte leben durch das Interesse Ihrer Schöpfer Werte von Bedarf zu kreieren bzw. zu verkaufen. Jeder Mitarbeiter kann in mehreren Projekträumen arbeiten. Ist ein Projektraum größer als 30 Personen wird er aufgeteilt. Es ist wichtig das sich alle Mitarbeiter in einem Projektraum kennen, um Anonymität vorzubeugen.

Es wird angestrebt Herstellungsprozesse in die Hände der Mitarbeiter/innen zu legen. Anstatt Geschäfte mit Fremdfirmen zu tätigen, sollen möglichst Startpakete für Mitarbeiter/Innen in Form von Beratung, Aufträgen und auch mit der günstigen Überlassung von Produktionsmaschinen vergeben werden. Dabei werden die Mitarbeiter zu Geschäftspartnern (Teamleitern/innen bzw. Gesellschaftern/innen) mit eigenen Projekträumen.

Arbeitstausch oder Wechsel

Arbeitstausch, Sharing oder Wechsel ist gewünscht. Für ein ausgeglichenes Arbeiten ist eine gesunde Abwechslung zwischen körperlicher und geistiger Arbeit sinnvoll. Bei entsprechender Qualifizierung und einer Probezeit entscheiden die Teamleiter/innen über einen Tausch. Das "Lebenshaus-Schiff" bleibt damit bewusst und wach, wenn jede/r Mitarbeiter/in maximal 5-7 Jahre einen Arbeitsplatz besetzt. Es werden vielfältige Talente für konzentrierte und motivierende Arbeiten entwickelt. Dadurch wird das Unfallrisiko verringert.

Kernräume

Die Kernräume befinden sich im Leitungskreis. Hier arbeiten vor allem Kreative, Tüftler/innen, Ingenieure und Bastler/innen. Sie widmen sich der Aufgabe Produkte, Marketing-Strategien oder Geschäftszweige zu verbessern oder neu zu entwickeln oder dies bei Methoden zur Leistungssteigerung und Einsparung von Kosten zu tun. Sie stehen in enger Verbindung zu den Mitarbeitern des Teamkreises. Sie arbeiten mit den Informationen aus den Mitarbeiter- und Teamkreisen. Sie beziehen Ihren Lohn aus den anteiligen Gewinneinnahmen der Teamräume.

Mitarbeiter

Alle sind Mitarbeiter und gleichberechtigter Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Jeder trägt ein Teil vom Ganzen.  Ein Teamraum ist von einem Gesellschafter geleitet. (Arbeitgeber) Er übernimmt eine beschränkte Haftung in Höhe von 1000,- €. Alle teilen die Ansicht dass das persönliche bzw. gemeinsame Arbeitspotenzial im Gleichgewicht zum Privatleben steht und die optimale Leistung aus dem persönlichen Berufungsraum erwächst. Die Mitarbeiter beherrschen mehrere Fachgebiete und dürfen Rohmaterialien und Einzelteile selbst bei den Zulieferern einkaufen. Die Herstellungsquoten aus den Geschäftsfelder Bauen und Energie werden im Team selbst bestimmt.

Auszubildende

Auszubildenden werden ausgesucht und an die lange Leine genommen. Diese dürfen in den ersten 12 Monaten in mindestens 3 Abteilungen arbeiten, bevor sie sich für eine bestimmte Abteilung entscheiden.

Arbeitskleidung

Es gibt keine einheitliche Uniformität. Jeder ist für eine passende bzw. sachgerechte Arbeitskleidung selbst verantwortlich. Es gibt Lebenshaus Arbeitskleidung

Visitenkarten

Die Lebenshausvisitenkarten aller Mitarbeiter/innen sind zweiseitig. Die erste Seite ist die individuell-personalisierte - nach eigenen Ideen und Vorstellungen gestaltet, die zweite Seite ist die Netzwerkseite mit den Bezeichnungen der Tätigkeitsfelder innerhalb des Unternehmens. Die Marketingabteilung stellt sie her. Die Investitionskosten trägt der Teamkreis. Sie kann nach einem halben Jahr vom Mitarbeiter/innen geändert werden.

Personalabteilung

Es gibt keine Personalabteilung. Personalbedarf wird in den Teambesprechungen beschlossen und intern veröffentlicht. Es gilt die interne Vergabe. Alle Interessenten werden gleichzeitig eingeladen. Im Team wird per Abstimmung beschlossen wer als gleichberechtigter Mitarbeiter eingestellt wird. Jeder hat eine Stimme.

Weiterbildungen (Hepatitis-Urlaub)

Weiterbildungen sind wichtig um in seine Berufungsräume hineinzuwachsen. Jeder Mitarbeiter entscheidet selbst welche Arbeit er in 5 Jahren arbeiten möchte und qualifiziert sich dafür über Bildungsurlaub. Der flexible Bildungsurlaub ist für jeden Mitarbeiter alle ein bis zwei Jahre für Wochen oder Monate möglich. Die Finanzierung wird entweder durch gemeinsame Teaminvestitionen oder persönlich realisiert, um sich neue Kenntnisse oder Fertigkeiten anzueignen und um den Arbeitsplatz umzugestalten oder nur um neue Kräfte zu sammeln. Benannt nach dem Zwangszustand, wenn jemand Hepatitis bekäme und sich zwei Monate davon erholen müsste.

Der Arbeitsort

Ein/e Mitarbeiter/in kann einen/Ihren digitalen Arbeitsort frei wählen. Das kann Zuhause, in einem Cafe oder einem anderen beliebigen Ort sein. Die selbstmotivierte und ergebnisorientierte Arbeit ist wichtiger als ein bestimmter Digitaler Arbeitsort. Das Arbeiten von Zuhause steigert die Produktivität. Es gibt keine festen Büros. Teamorientierte Absprachen führen zu höheren Erträgen und Gewinnen für jeden Einzelnen. PC-Teamarbeit kann über Onlinegeführte Netzwerk-Konferenzen realisiert werden. Bei Bau- und Produktionsaufträgen gellten die Arbeitszeiten des jeweiligen Teams.

Arbeitszeiten

Ein/e Mitarbeiter/in kann seine/Ihre Arbeitszeiten frei wählen. Es gelten Gleitarbeitszeiten. Auch wenn das zu Störungen innerhalb der Gruppenarbeit führen kann, regelt jede Gruppe solche Probleme intern für sich. Die Leistungskurve jedes einzelnen ist unterschiedlich und lebensspezifisch. Teamorientierte Zeitabsprachen führen zu höheren Erträgen und Gewinnen für jeden Einzelnen. Jeder Mitarbeiter/in ist selbst dafür verantwortlich, seine Arbeitszeiten festzulegen und verantwortungsbewusst und „teamfühlig“ einzuhalten.

Arbeitsplatzgestaltung

Jeder Mitarbeiter/in kann, in Rücksicht auf die Gruppe, seinen Arbeitsplatz so gestalten, wie er möchte, mit Pflanzen, Wandfarbe, Einrichtung, Maschinen oder Dekoration.

Selbstbestimmtes Einkommen

Jede/r Mitarbeiter/in bestimmt über die Höhe seines Stundenlohns anhand eines Gehaltsspiegels (Öffentlicher Aushang). Es werden ausreichende statt immer wachsende Umsätze angesteuert. Das Gehalt ergibt sich aus dem monatlichen Teamumsatz geteilt durch die Gesamtsumme der Mitarbeiterstunden (ergebnisorientierter Wir-Lohn)Das Gehalt wird am Ende des Monats ausgezahlt. 1/3 der Gewinne die über das gemeinsam Erwirtschaftete hinausgehen werden per Kreisabstimmung in den Teams aufgeteilt. Jeder hat eine Stimme. Jede/r Mitarbeiter/in hat das Recht die aktuellen Geschäftszahlen seines Teamkreises und des Unternehmens einzusehen. Wer sich ein hohes Stundenlohn zahlt erhöht auch damit die Erwartungen des Teams und den Leistungsanspruch gegenüber anderen Teamkreisen.

Risikogehalt

Ungefähr ein Drittel der Mitarbeiter kann dieses freiwillige Programm wählen. (Geschäftsleitung, Teamleiter, Mitarbeiter) In einem schlechten Monat erhalten die darin eingebundenen Mitarbeiter/innen 75% ihres Gehalts ausgezahlt, in einem guten Monat bis zu 150 % des normalen Spiegeleinkommens. Damit lassen sich die Personalkosten in einem gewissen Rahmen den Gewinnen und Verlusten anpassen.

Koordination in den Teamkreisen
Die Teamleiter/innen koordinieren die Interessen und Anlagen der Mitarbeiter und unterstützen Ihrer Berufungstätigkeit. Sie werden für zwei Quartale gewählt. Die Leistungsmotivation der Mitarbeiter generiert sich aus dem persönlichen Interesse jedes Einzelnen dem Produkt oder der Dienstleistung gegenüber. Struktureller oder moralischer Leistungsdruck von Teamleitern ist kontraproduktiv. Mitarbeitern machen dann von Ihrem Recht gebrauch ihn abzuwählen. Die Teamleiter achten auf einen niedrigen Stresspegel und ein positives Arbeitsklima, um die Unfälle und Fehler in der Wertschöpfungskette der Teamarbeit gering zu halten. Die Teams entwickeln Ihre eigenen Geschäftspläne. Aufgabenstellung auf Team- und Leitungsebene werden in sechs­monatigen Rhythmus überdacht. Memos jeweils auf eine DIN A4 Seite Länge beschränkt. Konflikte werden durch Supervisionen, Familienstellen und Energiearbeit durch die Mitarbeiter/innen gelöst. Durch gemeinsame Beschlüsse in den Teamkreisen werden Teamprojekte in Anlehnung an die Geschäftsphilosophie geöffnet oder geschlossen. Die Projekte leben durch das Interesse Ihrer Schöpfer, Werte von Bedarf und Dauer zu kreieren bzw. zu verkaufen. Jeder Mitarbeiter kann in mehreren Projekträumen arbeiten. Ist ein Projektraum größer als 30 Personen wird er aufgeteilt. Es ist wichtig dass sich alle Mitarbeiter in einem Projektraum gut kennen, um Anonymität vorzubeugen.

Entscheidungen

Das Fällen von innerbetrieblichen Entscheidungen überwiegend auf dem kleinen Dienstweg entweder allein oder im Team ist gewünscht. Eine Entscheidungsfreudigkeit für schnelle und offene Entscheidungsfindung ist sinnvoll. Das Fehler machen ist wichtiger als übermäßige Vorsichtsmaßnahmen aufzubauen. Es ist besser im Nachhinein sich zu entschuldigen, als im Vorfeld um Erlaubnis zu bitten. Die Selbstverantwortung der Teamkreise beinhalten gemeinsame Entscheidungen über alle wesentlichen Themen wie

  • Strategie
  • Budgets
  • Aufnahme und Entlassung von Mitarbeitern und Führungskräften
  • Höhe der Gehälter
  • Urlaub bzw. Bildungsurlaub

Die Kompetenz jedes/r Mitarbeiters/in zur selbstverantwortlichen Entscheidung mit einer transparenten Rechenschaftspflicht gegenüber dem Team wird bekräftigt. Entscheidungen, die das Unternehmen in eine Verpflichtung gegenüber Außenstehenden setzt, bedürfen eines entsprechenden Vertretungsberechtigten.

Qualifizierungsmöglichkeiten

Teamleiterstellen können durch Wahlen oder Änderungen von Umständen frei werden. Das Team schreibt dann eine Freie Leitungsstelle intern aus. Ein/e Mitarbeiter/in kann durch Wahl Teamleiter/in werden. Mitarbeiter/innen werden angeregt Herstellungsprozesse in die eigene Hand zu nehmen. Anstatt Geschäfte mit Fremdfirmen zu tätigen, werden Startpakete für Mitarbeiter/Innen in Form von Beratung, Aufträgen und auch mit der günstigen Überlassung von Produktionsmaschinen vergeben. Dabei wird den Mitarbeitern/innen die Möglichkeit gegeben zu Geschäftspartnern/innen (Teamleitern/innen bzw. Kommanditisten/innen) mit eigenem Teamkreis zu werden.Es werden nur Teamräume realisiert, die den Leitwerten des Wir-Unternehmens entsprechen.

Jeder trägt einen Teil der firmeninternen Unterstützerkasse. Wieviel jeder trägt entscheidet er selbst.

Jeder trägt das Haftungsrisiko des Unternehmen und seiner Mitarbeiter durch einen prozentualen Anteil mit. (Haftungszuschuss) Daraus ergibt sich die betriebliche Haftpflichtversicherung für alle.

Jeder hat die Möglichkeit zur solidarischen Gesundheitskasse (40 % Selbstversicherung - 60% Wir-Anteil) beizutreten. Die Gelder werden treuhänderisch verwaltet. Einsicht in die solidarische Vorsorgekasse ist jederzeit möglich. Das Geld wird nicht verzinst.

Jeder hat die Möglichkeit zur firmeninternen Alters- und/oder Gesundheitsvorsorge beizutreten. Die Gelder (digitale Währung) werden treuhänderisch verwaltet. Einsicht in die solidarische Vorsorgekasse ist jederzeit möglich. Das Geld wird nicht verzinst.

Besprechungen

Versammlungen werden durch teaminterne Notwendigkeiten einberufen. Der/die Teamleiter/in lädt dazu ein. Jede/r Mitarbeiter/in schätzt die Wichtigkeit einer Versammlung für seinen gemeinschaftlichen Arbeitsanteil selbst ein.

Gewinnaufteilung

1/3 der Gewinne die über die Einnahme-Überschussbilanz hinausgehen werden unter den Teamleitern/innen bzw. Mitarbeitern/innen in den Projektgruppen, die am Risikogehalt Programm teilnehmen, per Abstimmung aufgeteilt - jeder hat eine Stimme. Verluste werden über die Aktivierung der Risikogehälter der Mitarbeiter abgefedert oder über die Einlagen der Gesellschafter/innen. Mitarbeiter/innen, die nicht am Risikogehalt-Programm teilnehmen erhalten Ihren Lohn. Der Gehaltsspiegel in den Teamkreisen bleibt davon unberührt.

Korruption

Alle Mitarbeiter sind berechtigt Korruption anzuzeigen. Das führt zu Spannungslösungen und der Freisetzung von Arbeitsblockaden. Lebenshaus will weder den Mitarbeitern noch den Kunden signalisieren, dass Unlauterkeit toleriert wird.

Streiks

Streiks gelten als ein legitimes demokratisches Mittel. Niemand wird wegen Streikverhaltens verfolgt, solange diese transparent bleiben. Wer streikt und von der Arbeit fernbleibt gilt als entschuldigt, das Fehlen zieht keine Konsequenzen nach sich. Werden Auftragsarbeiten nicht fristgerecht erledigt ist das eine Gelegenheit Unstimmigkeiten zu erkennen und im Team zu bearbeiten.

Transparenz

Praktisch alle Informationen über das Unternehmen werden veröffentlicht: Gehälter, Strategien, Produktionsstatistiken und Gewinnspannen. Interne Bewertungen von Leitungspositionen werden anonym abgegeben und werden nicht veröffentlicht – sie unterliegen dem Datenschutz. Für Mitarbeiter/innen werden Kurse veranstaltet, damit diese die Finanzdokumente (Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnung) verstehen lernen. Die Mitarbeiter/innen des Leitungskreises beantworten alle Anfragen. Mitarbeiter/innen bekommen keine Probleme, wenn sie Daten an die Presse weitergeben.

Änderungen

Änderungen oder Ergänzungen der Geschäftsordnung bedarf der Zustimmung der Mehrheit der Mitarbeiter/innen per Abstimmung bei der Jahresversammlung.